Franziskus-Stiftung übernimmt Verantwortung
Am 25.2.2026 wurde die Studie zum Missbrauch in Einrichtungen der Franziskaner in Deutschland veröffentlicht.
Franziskus-Stiftung übernimmt Verantwortung
• Wissenschaftliche IPP-Studie stärkt den Aufarbeitungprozess
• Stiftung bedauert Leid und Unrecht Betroffener zutiefst
• Schutz und Sicherheit von Kindern und Jugendlichen hat höchste Priorität
Vossenack, 25. Februar 2026 - Die Franziskus-Stiftung als derzeitiger Träger von
Gymnasium und Internat am Standort Vossenack unterstützt voll und ganz den
Aufarbeitungsprozess, den die Deutsche Franziskanerprovinz in Bezug auf sexualisierte
Gewalt gestartet hat. Sie ist dem Münchener Institut für Praxisforschung und
Projektberatung (IPP) dankbar für die Aufklärung, die es mit der am 25. Februar 2026
veröffentlichten Studie leistet. Der Abschlussbericht der Studie ist auf der Website des
Instituts (https://www.ipp-muenchen.de/neuigkeiten/) abrufbar.
Die Franziskus-Stiftung stellt sich selbstkritisch der Diskussion, inwiefern sie selbst Teil
der beschriebenen Probleme war. Die IPP-Studie wirft auch die Frage auf, ob
Verantwortliche von Internat, Schule und Schulträger in den letzten Jahrzehnten achtsam
mit Missbrauchsvorwürfen umgegangen sind. Vieles deutet darauf hin, dass Vertreter der
Stiftung ihrer Pflicht im Umgang mit Betroffenen, Angehörigen und anderen Beteiligten
nicht ausreichend nachgekommen sind. Frühere Mitarbeiter haben möglicherweise nicht
angemessen auf das erlittene Leid reagiert. Das bedauern wir zutiefst.
Wir stellen uns dieser Verantwortung.
Das bedeutet konkret: Wir sprechen mit der Schulgemeinschaft und wir suchen den
Kontakt mit Betroffenen. Wir überprüfen alle Strukturen und Maßnahmen, mit denen wir
heutige und künftige Schülergenerationen vor sexualisierter Gewalt schützen.
Aufarbeitung ist ein dauerhafter Prozess: Die Veröffentlichung der Studie ist für uns kein
Schlusspunkt, sondern ein wichtiger Impuls.
Wir arbeiten die Erkenntnisse der Vergangenheit systematisch auf, um unsere
Präventionsstrukturen nachhaltig zu stärken und den Schutz von Betroffenen
sicherzustellen.
Gemeinsam mit den Verantwortlichen der Deutschen Franziskanerprovinz übernehmen
wir Verantwortung und arbeiten mit aller Kraft an Aufklärung und Aufarbeitung. Bereits
Anfang März wird es einen offenen Austausch mit dem Provinzialminister der Deutschen
Franziskanerprovinz, Bruder Markus Fuhrmann, mit dem Vorstand der Stiftung,
Mitarbeitern, Schulleitung und Lehrerkollegium, Ehemaligen, Schülerinnen und Schülern
sowie Eltern und Erziehungsberechtigten geben.
Haben Sie Fragen, Sorgen oder Anliegen? Wollen Sie Ihre Meinung äußern?
Bitte sprechen Sie uns als Schulträger an.
Kontakt:
Alexander Fischer, Geschäftsführer der Franziskus-Stiftung,
Tel. 01520 9841812 | Mail: aufarbeitung@franziskus-stiftung.de
Waren Sie in den letzten Jahren und Jahrzehnten von sexualisierter Gewalt am
Gymnasium oder Internat Vossenack betroffen?
Bitte melden Sie sich bei den unabhängigen Ansprechpersonen der Deutschen
Franziskanerprovinz.
Herr Rechtsanwalt Dr. Martin Miebach und Frau Dipl.-Theologin und Pastoralpsychologin
Maria Heun stehen Ihnen vertraulich für ein offenes Gespräch zur Verfügung und
unterstützen Sie bei nächsten Schritten.
Kontakt:
Dr. Martin Miebach, Tel. 089 954 537 130 | Mail: miebach@blaum.de sowie
Maria Heun, Tel. 0173 2365470 | Mail: mariaheun@gmx.de

