Rückblick auf das zweite Austauschtreffen zur Missbrauchsstudie
20.10.2026 in der Aula
Aufarbeitung braucht Begegnung
Rund 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit zum persönlichen Austausch über die Ergebnisse der Studie, offene Fragen und die weiteren Schritte der Aufarbeitung.
Begleitet wurde der Abend von Dr. Robert Köhler, Mitglied der Begleitgruppe zur Missbrauchsstudie der Franziskaner und selbst Betroffener der Missbrauchsfälle am Kloster Ettal. Gemeinsam wurde darüber gesprochen, was Aufarbeitung bedeuten kann und welche Erwartungen Betroffene sowie ehemalige Schülerinnen und Schüler damit verbinden.
Im Mittelpunkt standen das gegenseitige Zuhören, das Teilen unterschiedlicher Erfahrungen und die Frage, wie der begonnene Dialog konstruktiv und zielgerichtet fortgeführt werden kann.
Deutlich wurde, dass Aufarbeitung ein längerfristiger Prozess ist, der Zeit, Offenheit und die Bereitschaft zum Gespräch erfordert.
Für mich persönlich war der Abend ein weiterer kleiner Schritt in die richtige Richtung.
Wir müssen im Austausch bleiben: Ehemalige, unabhängig davon, ob sie von sexualisierter Gewalt betroffen waren oder nicht, sowie die heutigen Verantwortungsträger. Gemeinsam können wir eine lebendige Vergegenwärtigungskultur schaffen, die das Leid der Betroffenen anerkennt und dazu beiträgt, Erinnerung, Verantwortung und Prävention miteinander zu verbinden, damit sich vergleichbares Unrecht am Standort Vossenack nicht wiederholt.
Ein weiteres Treffen ist für Anfang März 2027 vorgesehen.
Den genauen Termin und den Veranstaltungsort werde ich rechtzeitig bekannt geben.
Alexander Fischer
Geschäftsführer

