Bericht zur Informationsveranstaltung am 5. März 2026
in der Aula des Franziskus-Gymnasiums.
Am 5. März 2026 fand in der Aula unseres Gymnasiums eine gut besuchte Informationsveranstaltung zur am 25. Februar 2026 veröffentlichten IPP‑Studie über sexualisierte Gewalt in Einrichtungen der Deutschen Franziskanerprovinz statt. Eingeladen waren Schülerinnen und Schüler, Eltern, Mitarbeitende, Ehemalige sowie Betroffene. Ziel des Abends war es, die Ergebnisse der Studie transparent darzustellen, Fragen offen zu beantworten und den begonnenen Aufarbeitungsprozess sichtbar fortzuführen.
Bruder Markus Fuhrmann berichtet über die Ergebnisse der IPP‑Studie
Bruder Markus Fuhrmann, Provinzialminister der Deutschen Franziskanerprovinz, erläuterte ausführlich die zentralen Befunde der unabhängigen Untersuchung des Münchener Instituts für Praxisforschung und Projektberatung (IPP). Die Studie wurde am 25. Februar 2026 veröffentlicht und ist öffentlich zugänglich.
https://www.ipp-muenchen.de/publikationen/wissenschaftliche-aufarbeitung-sexualisierter-gewalt-in-der-deutschen-franziskanerprovinz/
Er ging insbesondere darauf ein, dass Verantwortungsträger in früheren Jahrzehnten Missbrauchsvorwürfe nicht angemessen beachtet oder aufgearbeitet haben.
Bruder Markus stellte sich über zwei Stunden den Fragen der Anwesenden – offen, klar und dialogorientiert. Viele Fragen bezogen sich auf die Art, wie der Orden die Verantwortung übernehmen will und die konkrete Unterstützung von Betroffenen.
Zentrale Botschaften der Franziskus‑Stiftung
Im Verlauf der Veranstaltung wurde noch einmal deutlich hervorgehoben, wofür die Franziskus‑Stiftung in der aktuellen Situation steht:
- Übernahme von Verantwortung: Die Stiftung erkennt an, dass Hinweise und Meldungen in der Vergangenheit unzureichend bearbeitet wurden und bedauert das Leid der Betroffenen zutiefst. Auch die Franziskus‑Stiftung betont, wie beschämend diese Versäumnisse sind und dass sie sich selbstkritisch mit der eigenen Rolle auseinandersetzt.
- Transparente Aufarbeitung: Die Stiftung unterstützt die unabhängige wissenschaftliche Untersuchung ausdrücklich und betrachtet die Veröffentlichung der Studie nicht als Schlusspunkt.
- Schutz der heutigen Schülerinnen und Schüler: Hat höchste Priorität. Strukturen und Präventionsmaßnahmen werden weiterentwickelt, das Personal geschult und sensibilisiert, und die Anwendung systematisch überprüft.
- Offene Türen und verlässliche Anlaufstellen: Betroffene, Angehörige und Mitglieder der Schulgemeinschaft werden ausdrücklich ermutigt, sich an den Geschäftsführer der Franziskus-Stiftung, Alexander Fischer, oder an die unabhängigen Ansprechpersonen der Franziskanerprovinz zu wenden.
Beeindruckende Rede von Pater Peter Schorr
Ein besonders bedeutsamer Moment des Abends war die Rede von Pater Peter Schorr, der mit großer Klarheit und persönlicher Haltung über Verantwortung und persönliches Versagen sprach. Seine Worte hinterließen bei vielen Besucherinnen und Besuchern einen tiefen Eindruck.
Seine vollständige Rede in der Anlage.
Wie geht es weiter?
Die Veranstaltung hat gezeigt, wie wichtig ein offener Austausch für die Aufarbeitung ist. Der Dialog mit der Schulgemeinschaft und den Betroffenen wird fortgesetzt – aufmerksam, transparent und in dem klaren Bewusstsein, dass Aufarbeitung ein langfristiger Prozess ist.
Wer Fragen, Anliegen oder Hinweise hat, kann sich weiterhin vertrauensvoll an Alexander Fischer von der Franziskus-Stiftung, oder die Ansprechpartner des Franziskanerordens wenden:
Herr Rechtsanwalt Dr. Martin Miebach und Frau Dipl.-Theologin und Pastoralpsychologin Maria Heun stehen Ihnen vertraulich für ein offenes Gespräch zur Verfügung und unterstützen Sie bei nächsten Schritten.
Kontakt:
Dr. Martin Miebach, Tel. 089 954 537 130, Mail: miebach@blaum.de sowie
Maria Heun, Tel. 0173 2365470 Mail: mariaheun@gmx.de

